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Landesfürst*In

Mensch und Amt

analoge  Schwarz-Weiß Fotografien

2.11. - 30.11.2020

wegen Verschärfung der Corona-Verordnung

kann die Ausstellung nicht besucht werden.

 

 

Landesfürst*In

19.10. - 6.12.2020

Landesvertretung

Rheinland-Pfalz

In den Ministergärten 6

11017 Berlin

täglich 10.00 bis 18.00 Uhr

Eintritt frei

1/6

Über das Projekt

 

Es sind nur wenige Sekunden, da ist die amtierende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz einfach nur Malu.

In den Sekunden regiert sie kein Bundesland, sie führt kein Interview, sie ist gerade nicht Chefin, sie hört auch niemandem zu, hinter all der Macht zeigt sich ein Mensch.

 

Unter anderem für diese Momente begleiteten die Fotokünstler Angelika und Bernd Kohlmeier acht Jahre lang

elf amtierende Ministerpräsidenten von sieben Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland. Was macht das Amt des MP aus? Worin unterscheidet sich die Arbeit der Regierungschefs von der Arbeit der Bundestags- oder Landtagsabgeordneten? Auf der Suche nach Antworten beobachteten und dokumentierten die Fotografen den Alltag und die Arbeit der Berufspolitiker an zum Teil skurrilen Orten. Dabei stießen die Fotografen nicht nur auf Zuspruch. Bereits bei den Vorbereitungen konnte Angelika Kohlmeier feststellen, dass

ihr Projekt eine längerfristige Herausforderung werden würde. In die Terminvergabe war oftmals ein großer Stab involviert. Nicht aus jeder Staatskanzlei kam eine Zusage.

 

Neu für die Fotografen war, dass kein Termin der MP ohne Pressebegleitung stattfindet. Jede noch so kleine Veranstaltung wird von der lokalen Presse dokumentiert und online oder in der Lokalzeitung veröffentlicht. Es ist eine Besonderheit den Ministerpräsidenten zu treffen, ein Highlight für viele. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, ist der Tagesablauf eines MP straff durchgeplant. Kaum eine Sekunde wirkliche Ruhe. Keine Minute unbeobachtet. Die 42 analogen Schwarz-Weiß-Handvergrößerungen zeigen das und zudem die Vielseitigkeit der einzelnen Bundesländer.

 

Die Laufzeit des Projektes überschritt die Amtszeit des einen oder anderen Amtsträgers. Das ist wiederum das Schöne an der Demokratie: Es gibt keine Alleinherrschaft, und auch der Versuch, eine zu etablieren, würde scheitern.

Text Alexandra Kohlmeier